Pfarrkirche
St. Michael

Großhöhenrain

Generalsanierung in
zwei Bauabschnitten

Leistungsphasen 1 – 9

2014 – 2019

Die Substanz der Pfarrkirche St. Michael kann weitgehend unverändert der Spätgotik des späten 15. Jh zugeordnet werden. Zwei Barockisierungen und eine Regotisierung um 1880 führten zum heutigen Erscheinungsbild des Kirchenraumes. Im Jahr 1965/66 fand eine Purifizierung entsprechend des 2. Vatikanischen Konzils statt, bei der das gesamte neugotische Inventar entfernt und durch modernes Blockgestühl, Volksaltar und Terrakottaboden ersetzt wurde.

Die Rückführung der eingelagerten Ausstattung begann schrittweise mit einer provisorischen Aufstellung des Hochaltars im Jahr 2006 auf Veranlassung der Kirchenverwaltung.

Die vorgeschaltete Dach- und Außenrenovierung ging ab 2016 zur Innenrenovierung über. In der Phase der Konzeptfindung wurde für das vorhandene Inventar, abgestimmt mit der Raumschale, eine neugotisch basierte, aber auch befundgestützte Farbigkeit entwickelt. Die 20 vorhandenen Gestühlswangen ergaben mit Ergänzung von neuen Sitzen und Lehnen zwei Gestühlszeilen, die wie vormals mit Mittelgang angeordnet wurden. Eingelagertes Chorgestühl und Beichtstuhl wurden ebenfalls rückgeführt und ergeben zusammen mit dem aufwendig gestalteten Hochaltar und den Seitenaltären ein stimmiges, neugotisches Ensemble. Eingebunden in dieses Konzept wurden als einzige Spuren der Umgestaltung von 1966 der Volksaltar und der Ambo von Blasius Gerg. In Anlehnung an diese künstlerischen Arbeiten wurden Sedilien, Kredenz und der Opferlicht-Tisch neu entworfen. Solnhofer Kalksteinplatten ersetzen nun die Terrakottabeläge, wobei im Zuge der Neuverlegung des Bodens die Altarinsel wieder um eine Stufe reduziert wurde.

Zusammen mit einem modernen Lichtkonzept mit Ringleuchten und LED-Strahlern und einer Warmluftheizung mit Lüftungssteuerung wurde die Installation auf den Stand der Technik gebracht.

 

Grundriss Kirchenraum nach der Neuordnung

Längsschnitt Kirchenraum nach der Neuordnung